Die Bürgermeister bringen das Olympische Feuer

Hoher Besuch im Evangelischen Ferienwaldheim Bernhäuser Forst – Feier „50 Jahre Waldheim“ folgt

 

Was gehört zu einer Olympiade, auch wenn es eine Waldheim-Olympiade ist? Das Olympische Feuer. Dieses muss natürlich von schnellen Läufern gebracht werden, dies waren beim Evangelischen Ferienwaldheim Bernhäuser Forst Oberbürgermeister Christoph Traub aus Filderstadt und die Erste Bürgermeisterin Eva Noller aus Leinfelden-Echterdingen. Sie erledigten die Aufgabe in perfektem Zusammenspiel, danach fragten sie zusammen von den 16 olympischen Mannschaften die Schlachtrufe ab. Gemeinsam mit Traub und Noller waren zahlreiche Gemeinderäte gekommen. Ihr Eindruck, es gebe mehr Mädchen, täuschte: Es sind etwa 20 Jungs mehr, berichtigte die Waldheimleitung. Vielleicht waren die Schlachtrufe der Mädchen nur lauter und deutlicher?

Dass die Stadtoberhäupter beider Kommunen bei ihrem Besuch im Waldheim Bernhäuser Forst eine Aufgabe gestellt bekommen, hat eine lange Tradition. Diese Aufgabe kann mal knifflig, mal einfacher sein. „Es war noch selten so angenehm wie heute“, sagte Traub hinterher. Noller genoss den Aufenthalt ebenfalls – war sie doch früher selbst Waldheimmitarbeiterin gewesen.

Tradition ist auch, dass die beiden Stadtoberhäupter den Kindern etwas mitbringen. Diesmal bekamen alle 16 Waldheimgruppen jeweils einen Material- und Spielekoffer, nicht nur als Reserve für schlechtes Wetter.

 Beim ersten Abschnitt sind statt 240 derzeit sogar 243 Kinder dabei, denn in letzter Minute wurden drei Härtefälle aufgenommen. Der zweite Abschnitt ist im Verhältnis zur Mitarbeiteranzahl mit 191 Kindern voll belegt. Im ersten Abschnitt sind 85, im zweiten 68 Mitarbeiter im Einsatz. Fast alle arbeiten ehrenamtlich, viele nehmen für das Waldheim zwei Wochen Urlaub. In den Zahlen sind die „Team15“-Nachwuchskräfte genauso eingerechnet wie die großen Küchenteams – alles wird vor Ort und aus vielen regionalen Produkten gekocht.

Neben Palettenmöbelbau, Wasserschlacht, Waldgeländespiel, Ausflügen, Cityroller-Rallye, einer Feuerübung mit echtem Feuerwehrauto und vielem mehr, gehören biblischen Geschichten zum Programm. Sie drehen sich diesmal um das Motto „Felsenfest und stark“ mit Petrus im Fokus. Der Grundpreis fürs Waldheim von 210 Euro wurde gehalten, davon werden für die Eltern verschiedene Zuschüsse der beiden Städte abgezogen. Auch die Fahrkarten werden von den beiden Städten und vom Evangelischen Kirchenbezirk Bernhausen bezuschusst.

Die neuen Waldheimgebäude haben einen großen Innenhof, dem bisher noch ein Sonnenschutz fehlte. Nun haben ehemalige Waldheimmitarbeiter und andere Verbundene zusammengelegt und 18 000 Euro für Markisen und zwei große Schirme gespendet - diese sind bereits im Einsatz. Andere Herausforderungen lassen sich nicht so leicht beseitigen: Ein steigender bürokratischer Aufwand im Ehrenamt, die Datenschutzgrundverordnung, die Zunahme von Allergien und ein Trend zur Unverbindlichkeit, wodurch manche Kinder an einzelnen Tagen fehlen. Der rundum fröhlichen Stimmung tut das aber keinen Abbruch. Und der Fantasie: Wo die Kinder nur all das Equipment herhatten, um sich für die Olympiade als Boxer, Basketballer und vieles andere zu verkleiden? Sie taten es so kreativ, dass das bewertende Küchenteam ganz oft die Maximalpunktzahl vergab.

Am Sonntag, den 11. August hat das Küchenteam keine Zeit, um Punkte zu vergeben, dann wird den ganzen Tag über mit vielen Gästen „50 Jahre Waldheim“ gefeiert. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst, es folgen Mittagessen, Spiel- und Bastelstraße, ein Ehemaligen-Café, Waldheimgeschichten von früher und heute und ein Luftballonstart. Weitere Infos unter www.waldheim-befo.de.