05.03.21

Lamas, lachen und lesen

Das Evangelische Bildungswerk im Landkreis Esslingen stellt sein Halbjahresprogramm vor.

„Das Planen ist mit vielen Fragezeichen verbunden“, sagt Dr. Markus Geiger, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks im Landkreis Esslingen. Dennoch ziert ein Mandelzweig die Titelseite des neuen Halbjahresprogramms – als Zeichen der Hoffnung.

Es gab aber schon wieder Änderungen, bis 28. März ist nun alles online geplant. Ob Professor Heiner Lasi am 29. März bei „Klartext im Blarer“ in Esslingen die Digitalisierung wohl wieder vor Zuhörern „entmystifizieren“ darf? „Der Professor für Digitalisierung hofft, dass er es nicht digital machen muss“, sagt Markus Geiger, und verweist für aktuelle Infos auf die Homepage des Bildungswerks. Zwei Tage später, am 31. März, stellt er selbst in der „Nürtinger Reihe“ in der Sammlung Domnick einen Heidelberger Pfarrer vor: „Hermann Maas – eine Liebe zum Judentum“. Als zweites Angebot dieser Reihe und am selben Ort gibt es am 26. April mit Pfarrer i.R. Wolfgang Raiser und Bezirkskantor Hanzo Kim künstlerisch-poetisch-musikalische Grenzüberschreitungen.

Die „Kirchheimer Reihe“ gibt es ebenfalls doppelt: Am 28. Juni zeigt Stefan Maaß, Friedensbeauftragter der

Evangelischen Landeskirche in Baden, konkrete Wege zu einer anderen Sicherheitspolitik, die bis 2040 zu gehen sind. Am 19. April erzählt Prälat i.R. Paul Dieterich die Geschichte von Margarete Schneider, der Frau des „Predigers von Buchenwald“, Paul Schneider – er ist ihr Neffe. Zum Leben von Paul Schneider ist von 24. April bis 23. Mai in der Oberesslinger Versöhnungskirche eine Ausstellung zu sehen.

Nur noch wenige Plätze gibt es für das Wochenende zum Atemholen für Frauen ab 2. Juli im Kloster Reute in Bad Waldsee. Und die Männer? Sie pilgern am 16. April rund um Hochdorf, backen am 8. Mai in Esslingen Brot und lernen am 3. Juli beim TSV Hegensberg intuitives Bogenschießen. Die Zeiten sind ernst genug, deshalb geht es beim wöchentlichen  „Bizeps & Bibel“ ab 13. April ab 7.30 Uhr im Nürtinger Martin-Luther-Hof thematisch darum, wo es in der Bibel und den Kirchen etwas zu lachen gibt. Zu früh? Das sportlich-thematische Männerangebot gibt es im März zusätzlich online, jeden Dienstag von 11.30 bis 12 Uhr.

Die Nachmittagsakademie Nürtingen gibt es auch unterwegs, so am 10. Mai als Spaziergang mit Lamas ab Reutlingen-Ohmenhausen, unterwegs erzählt Eckardt Zehner Märchen. Auf 22. Juni verschoben ist die Diskussion des „Arbeitskreises Ökonomie Esslingen“ im Esslinger CentralTheater zum Thema „Was macht Corona mit der lokalen Wirtschaft?“. Das Forum am Nachmittag auf den Fildern wurde auf den 29. Juni verschoben. Mit Professor Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker und dem grünen MdB Matthias Gastel gibt es dann in der Johanneskirche Bernhausen Workshops rund um den Klimaschutz, auch mit „Omas für Future“. Ebenfalls in Bernhausen, diesmal in der Petruskirche, liest am 20. Mai der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose zum Thema „Seid laut! Für ein politisch engagiertes Christentum“.

Die Weiterbildung für Engagierte in der Arbeit mit Geflüchteten startet am 18. März online, dann geht es um die Beziehungskultur mit Geflüchteten. Es folgen in etwa monatlichem Abstand weitere Termine. Zum „Besuch mit Buch“ ermuntert die Lese- und Literaturpädagogin Barbara Knieling am 17. April und gibt im Nürtinger Gemeindezentrum Versöhnungskirche Tipps zum Vorlesen für ältere Menschen. Ebenfalls in Nürtingen, aber im Martin-Luther-Hof, lernen ab 13. April jeden Dienstagmorgen Teilnehmer selbst zu lesen – und zwar die Bibel in hebräischer Sprache, unter der bewährten Anleitung durch Dr. Werner Grimm.

Brauchte es Jesu Tod am Kreuz? Braucht ein guter Gott ein solch grausiges Opfer? Diesen Fragen gehen am 17. März die ökumenischen „Sulzgrieser Gespräche“ nach, diesmal online und mit Pfarrer Dr. Martin Wendte aus Ludwigsburg. Zwei Tage später wird aus der Oberesslinger Martinskirche der Vortrag von Dr. Jörg Thierfelder,

Hans Norbert Janowski und Günter Wagner gestreamt. Die drei haben gemeinsam ein Buch über Gotthilf Schenkel verfasst, den Oberesslinger Pfarrer, der 1951 Kultusminister wurde.

Wer kennt die „teuflischen Fünf“? Jedenfalls kennen diese sehr wahrscheinlich ihn, und zwar mehr als ihm bewusst und lieb ist. Über dieses Quintett, bestehend aus Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft, spricht der IT-Journalist Stefan Mey am 11. Mai im Esslinger Kulturzentrum Dieselstraße.

Weicht der Esslinger Termin „Wenn Eltern älter werden“ am 15. März online aus oder wird er verschoben? Das ist noch auf der Kippe, er ist jedenfalls der Start einer Zusammenarbeit mit der „Deutschen Stiftung Mediation BW“. Bei der zweitägigen Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg ab 7. Mai ist für Markus Geiger eines klar: „Das kann es nur als Präsenzveranstaltung geben.“

 * Das neue Programm gibt es beim Evangelischen Bildungswerk (Tel. 07022/90 57 60), bei den Pfarrämtern und immer aktuell unter www.ebiwes.de.